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Heidrun Pichler über Montessori

Ein großer Geist hat viel gegeben,
für uns alle, für das Leben.
Die Welt – sie ist nicht immer gut.
Was ist der Grund für diese Wut?

An den Wurzeln Leid beginnt:
Diese Wurzeln sind das Kind!
Drum fangen wir bei diesem an,
ein Wunder es bewirken kann.

Ja, lasst uns viel darüber denken,
ob Große, Kleine müssen lenken?
Oder, ob es besser ist –
Das Kind am eignen Sinn sich misst!

Dürfen wir aus unsrem Leben
Persönlichkeit dem Kinde geben?
Wächst gar in ihm ein eignes Leben?

Das Kind, es ist in unsern Fängen,
wolln unsren Willen auf es drängen.
Doch Schluss mit dieser Formerei,
das Kind sein eigner Bildner sei!

Wir, mit unsren vielen Lenzen
begreifen endlich jene Grenzen!
Beherrschung übe – immerdar,
so wird dem Kind sein Ziel gewahr.

Beobachtung hilft hier viel mehr,
und zeigt Dir Deines Kinds Begehr!
Greif´ nie ein, wenn´s Not nicht tut,
zerstörst sonst tiefe innre Glut!

Fragt es Dich um Hilfe gar,
kannst sagen Deinen Rat fürwahr.
Schutz und Pfleg sollst du ihm geben,
den Geist wird es sich selber weben!

Gutes Material gibt bald
Dem Kinde einen richtigen Halt.
Eine Umwelt schaff ihm nun,
die gerecht ist seinem Tun.

An diese Regeln wir uns halten,
lassen so das Leben walten.
Viel Übel aus der Welt verschwindet:
Charakter jetzt die Schwäche bindet!

Dieses – unserer Meinung nach sehr treffende - Zitat,
gefunden im Montessori-Praxisbuch,
wollen wir unseren Ausführungen voranstellen.